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Schwarze Wanne

Nach DIN 18195 und SIA 272 wird auf die abzudichtenden Gebäudeteile eine Bitumendickbeschichtung oder Kunststoffbahnen auf der Aussenseite des Gebäudes flächig angebracht. Bei der Bodenplatte wird hierzu eine Sauberkeitsschicht erstellt und die Flächenbeschichtung aufgebracht. Die Bodenplatte wird in diese Hülle betoniert. Die Flächenbeschichtung wird von der Bodenplatte nach oben geführt und an den Wänden befestigt. Zum Schutz der Abdichtung wird zusätzlich eine Schutzschicht aus Perimeterdämmplatten oder Dränplatten angebracht. Die Herstellung einer schwarzen Wanne benötigt grosse Sorgfalt da Teile der Abdichtung vor dem Bau des eigentlichen Tragwerkes hergestellt werden, was eine nachträgliche Sanierung kaum möglich bzw. aufwendig und somit teuer macht.

Konzept:        
flächige Abdichtung

Material:        
Bitumenwerkstoff

Vorteil:        
rissüberbrückend, dampfdicht

Schwachstellen:    
Undichtigkeiten schwer zu lokalisieren
anfällig für mechanische Beschädigungen
Verlegung ist witterungsabhängig
Auswirkungen auf


Bauzeit

Die Bitumenabdichtung wird vor allem bei der Dachabdichtung eingesetzt. Auf Grund der kontrollierbaren Arbeitsfläche ist der Verbund zur Konstruktion kontrollierbar und Fehlstellen sind sichtbar. In erdberührten Bauteilen musste die Schwarze Wanne seit 1990 der Weissen Wanne im deutschsprachigen raum weichen. Die hohen Folgeschäden bei der schwer zugänglichen Sanierung führen dazu, dass auch im Einfamilienhausbau die Weisse Wanne den Vorzug hat.

Eine Kombination wird bei hochwertig ausgebauten Räumen verwendet. Die Bitumenbahn wird dabei nur einlagig verlegt und dient als Dampfsperre, während die Dichtigkeit mit der Weissen Wanne entsprechender Fugenabdichtung gewährleistet werden kann. Eine Alternative zu dieser Ausführung ist dabei die derzeit nicht in der Normung geregelten Gelbe  Wanne mit einer Frischbetonverbundfolie.