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Frischbetonverbundfolie

Als Zusatz zur Weissen Wanne ermöglich die Frischbetonfolie einen hochwertigen Ausbau der erdberührten Bauteile. Durch eine zusätzliche rissüberbrückende flexible Haut können so die notwendigen Nachinjektionen der Weissen Wanne bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden. Neben dem flächigen Verbund und dem Hinterlaufschutz bietet eine solche Abdichtung vor allem bauphysikalische und wirtschaftliche Vorteile.

Als Zusatz zur wasserundurchlässigen Bauweise Weisse Wanne bietet die Frischbetonfolie eine zusätzliche Wasserdampfbremse und gewährleistet somit ein verbessertes Innenraumklima.


Vorteile

  • Applikation einhäuptig und auf Isolationen möglich.
  • Aussendämmungen können direkt auf die Frischbetonverbundfolie geklebt werden. Hinterfüllung kann direkt nach dem Ausschalen durchgeführt werden, auch bei Regen und im Winter.
  • Vollflächige mechanische Verbindung der Dichtungsbahn mit dem erhärteten Beton - keine Hinterläufigkeit der Abdichtung im Falle einer Beschädigung
  • Hohe Festigkeit und Dehnung – Rissüberbrückend bei hoher Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung, Wurzeln und Mikroorganismen
  • Resistent gegen alle natürliche, in Grundwasser und Boden vorkommenden aggressiven Stoffe
  • Kombinationsmöglichkeit mit vielen andern Abdichtungssystemen wie zum Beispiel: polyurethanbasierende Flüssigfolie, Combiflex und Bitumen
  • Ökologisch, Zulassung nach Standards Minergie Eco
  • Radonsperre

Beschreibung

Die Frischbetonverbundfolie wird vor der Betonage auf einem geeigneten Untergrund oder Trägermaterial verlegt. Im Anschluss werden die Bewehrungsarbeiten direkt auf die Folie ausgeführt. Die Abdichtungsmembrane ist mit einem Vlies und einem vollflächigen Dichtstoff kaschiert. Bei der Betonage dringt der Beton in das Vlies ein und verkrallt sich vollflächig mit der Folie. Auf diese Weise kann das Wasser die Dichtungsbahn nicht hinterlaufen - trotz einer möglicherweise beschädigten Membran. Frischbetonverbundfolie bietet somit vielfältige Lösungen für die Erstellung wasserdichter Betonbauwerke und kann sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung zum Einsatz kommen.

Es ist in erster Line auf einen sauberen Untergrund sowie eine saubere Umgebung zu achten. Um dies gewährleisten zu können, empfiehlt es sich z. B. die Sauberkeitsschicht etwa 60–80cm (Arbeitsraumbreite) über die Bodenplattengrundfläche überstehen zu lassen. Somit können saubere Laufwege geschaffen und der Schmutzeintrag in die zu verlegende Fläche minimiert werden.


Verarbeitungsrichtlinien

  • Verschmutzungen durch Staub und Dreck, die sich optisch im Vlies darstellen (Verfärbung), haben für den Haftverbund keine negativen Auswirkungen. Zwingend erforderlich ist ein freies Vlies, um ein Penetrieren des Frischbetons zu gewährleisten.
  • grobe Verschmutzungen, wie z. B. Klumpen aus Lehm und Erdreich bewirken eine Trennlage (bzw. Füllen das Vlies) und verhindern somit den Haftverbund. Diese müssen vor der Betonage, z. B. mit einem Wasserstrahl, restlos entfernt werden.
  • Restmaterialen und Abfälle auf der verlegten Fläche stellen ebenfalls eine Trennlage dar und  müssen entfernt werden.
  • Verfärbungen durch Rost aus den Bewehrungsarbeiten stellen keine Beeinträchtigung dar.
  • eingetragenes Laub sollte, z. B. mit einem Laubgebläse oder Laubsauger, vor der Betonage entfernt werden.
  • Schalöle sind in der Regel bei diesem System nicht erforderlich. In den Randbereichen ist bei angrenzender Verwendung von Schalöl entsprechend sauber zu arbeiten, da oberflächliche Verschmutzungen des Vlieses durch Schalöl den Haftverbund mindert.
  • Die unterste allgemeine Verarbeitungstemperatur beträgt 5°C. Bis zu dieser Temperatur kann die Dichtungsbahn ohne zusätzliche Massnahmen verarbeitet werden.
  • Niederschläge begleiten den Bauablauf das ganze Jahr. Das System kann jedoch nur bei trockenem Wetter verarbeitet werden.