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Injektionsschläuche

Der vistona Quellinjektionskanal wird in die Arbeitsfuge einbetoniert. Bei Wasserzutritt beginnen in einer ersten Phase die äusseren Quellbereiche zu quellen. Der entstehende Anpressdruck erzwingt eine Veränderung des Umwanderungswegs und Abdichtung durch Druckaufbau. Falls notwendig, kann das System in einer zweiten Phase injiziert werden, was zu einer weiteren Verlängerung des Umwanderungswegs und zur Abdichtung führt.

Mit Hilfe einer wasserdichten Betonkonstruktion und einer Sickerwegsverlängerung in der Fuge durch den Einbau eines Quellinjektionskanals, kann eine 100% Dichtigkeit nach dem System vistona gewährleistet werden.


Beschreibung

Alle losen Teile, Zementmilch, Rost und andere schlecht haftenden Materialien werden vor dem Aufbringen des Quellinjektionskanals entfernt. Es wird empfohlen den Frischbeton im Bereich des Kanals mit einer Latte leicht zu glätten, um einen reibungslosen Einbau zu ermöglichen.

Der vistona Quellinjektionskanal wird auf den erhärteten Beton aufgebracht und mittig verlegt. Die Schlauchführung muss so ausgeführt sein, dass mindestens je 10 cm Überdeckung zu den beiden parallel verlaufenden Innen-Schalungsflächen vorhanden ist.


Injektion

Gelangt in der Arbeitsfuge Wasser zum Quellinjektionskanal, wird durch den Anpressdruck infolge Quellen die Dichtigkeit in der überwiegenden Zahl der Fälle erreicht. Der Anpressvorgang braucht jedoch eine gewisse Zeit. Die Zugänge für die Injektion erfolgen durch Anbohren des Betons.  Zu früh veranlasste Injektionen können den beschriebenen Vorgang verfälschen oder gar verunmöglichen.

Tritt trotz Quellen des Kanals Wasser ins Bauwerk, wird in einer zweiten Phase der Kanal angebohrt und ausinjiziert. Eine weitere Verlängerung des Umwanderungsweges wird so erzwungen und Dichtigkeit erreicht. Die Injektion sollte frühstens 28 Tage nach der Betonage erfolgen. Der Zeitpunkt der Injektion sollte jedoch so lange wie möglich nach hinten verschoben werden. Erst nach Abschluss von Setzungen, Schwinden und Kriechen ist eine langfristige Dichtigkeit durch den Verpressvorgang zu gewährleisten. Die Bewegungen im Verpressgut sind gemäss Norm SIA 272, Ziffer 4.2.2 sind auf 15% der Rissbreite zu beschränken. Kann diese Bewegung auf Grund von Temperaturschwankungen, oder Auftriebsdifferenzen nicht gewährleistet werden, sind andere Fugenabdichtungsmittel zu wählen.


Vorteile

  • Gezielte Abdichtung in zwei zeitlich unterschiedlichen Phasen: Quellvorgang bei Wasserzutritt und Injektion (falls notwendig) frühstens nach 28 Tagen.
  • Wirtschaftliches, einfaches Verlegen des Systems
  • Anpassungsfähig an Bauformen und Bauabläufe
  • Gestörte Betonzonen in Schlauchnähe können nachträglich verfüllt werden