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Systemabdichtung mit "Recycling Beton"

Schulhaus Birch – Abdichtung mit Recycling-Beton

Recycelter Bauschutt galt lange als zweitklassiger Baustoff. Erst in den letzten Jahren wurde die Technologie zur Herstellung von Recycling-Baustoffen weiter entwickelt. Der Baustoff enthält kein Kies aus natürlichen Vorkommen, sondern Betonabbruch und aufbereitetes Gestein aus dem Abriss sanierungsbedürftiger innerstädtischer Gebäude. Festigkeit und damit die Qualität des Betons wird durch die Mengenverhältnisse von Bindemittel, Wasser, Kies und Sand gesteuert. Bei Recycling-Beton ist der benötigte Anteil von Bindemittel und Wasser schwierig abzuschätzen, da das Material im Gegensatz zu Primärkies aus runden und eckigen Körnern in ständig wechselnder Grössenverteilung besteht. Die Festigkeitswerte von Recycling-Beton liegen daher in der Regel sogar über den spezifizierten Werten, da aus Sicherheitsgründen meist mehr Bindemittel als nötig zugemischt werde.Trotz der hohen Qualität und der Vorteile für die Umwelt wird Recycling-Beton jedoch erst vereinzelt eingesetzt.

Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich setzt nun ein Zeichen: Die Schulanlage Im Birch im Zentrum Zürich Nord wird mit Ausnahme der vorfabrizierten Fassadenelemente und weniger Spezialteile mit Recycling-Beton gebaut. Als grösste Schule der Stadt bietet der 70-Millionen-Bau Platz für 36 Klassen und drei Kindergärten. Der Sportbereich enthält eine Dreifachturnhalle, für die vorgespannte Träger mit beachtlichen Spannweiten von 36 Metern in Recycling-Beton hergestellt wurden. Der Baustoff lässt sich auch im Nassbereich einsetzen: Für die Fundation des Kellers nutzt man wasserdichten Beton aus recyceltem Materialien. Integriert in das Abdichtungskonzept der Firma vistona, welche in Deutschland, Frankreich und der Schweiz als der Abdichtungsexperte für Weiße Wannen gilt, konnte eine wasserdichte und  wirtschaftliche Konstruktion erstellt werden.  Durch ein enges Zusammenspiel von Betonhersteller, Ingenieur und Abdichtungsexperte war es möglich eine Optimierung in Hinblick auf Kosten, Zeit und Qualität zu erreichen.

birchDie Vorteile der Weißen Wanne liegen klar auf der Hand. Durch eine wetterunabhängigen Bauweise ist das Bauteil nach dem Erstarren des Recycling-Betons dicht und erfordert keine weiteren Abdichtungsmaßnahmen, Anstriche oder sonstigen Behandlungen. Zudem ist nach dem Erstarren des Betons praktisch keine Beschädigung der „Weißen Wanne“ mehr möglich. Die eingebauten Fugenbänder liegen im Betonkern und somit können sie nicht mehr mechanisch beschädigt werden. Der Beton selber ist auf Grundlage der statischen Berechnung des Ingenieurs abgesichert.

Durch die Einbindung der Experten der Firma vistona in den Planungsprozess, konnte ein speziell auf die Randbe-dingungen dieses Projekt  angepasstes Abdichtungskonzept erstellt werden. Schon zu Beginn wurden Art und Lage der Arbeits- und Dehnfugen festgelegt, um eine optimale Betonieretappengeometrie zu erhalten. Neben der technischen Herausforderung ist auch die architektonische Gestaltung bemerkenswert. Mit Hilfe eines spezielle auf die Erfordernisse der Umgebung und  Nutzung angepasste Betonrezeptur konnte eine Verteilung des Rissbildes erreicht werden, um den Gesamtbild gerecht zu werden und gleichzeitig einen wasserdichten Betonkonstruktion zu gewährleisten. Auf Grund einer frühzeitigen Optimierung der Bewehrung durch das Engineering und Qualitätsmanagement der Firma vistona, konnte zusätzlich eine Stahlersparnis gegenüber der SIA von ca.15 kg/m³ erreicht werden.