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Anforderungen definieren

Im ersten Schritt wird mit dem Bauherrn, dem Investor oder dem Architekten die Abdichtung der erdberührenden Bauteile nach dem System Weiße Wanne gemäß den Nutzungsanforderungen definiert. Wichtig ist die Festlegung der Nutzungsklasse, die Bedürfnisse der Nutzung und des Weiteren die Umgebungsbedingungen. So werden diese wichtigen Entscheidungen zusammen im Planerteam frühzeitig gefällt und unmittelbar in der Ausschreibung berücksichtigt.

Die Anforderungen und Wünsche des Kunden zu kennen ist die Grundlage auf welcher die detaillierte Planung der Weißen Wanne begonnen wird. Neben der individuell auf das Projekt abgestimmten Planung für die Weiße Wanne, ist die umfassende Beratung der Projektleiter der vistona gmbh das wichtigste Instrument. Die richtigen Fragen sind das Fundament für eine zielführende und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Hin und wieder ändern sich die Anforderungen für die Abdichtung  der erdberührenden Bauteile im Laufe des Projekts. Die Verschiebungen können finanziell und technisch große Auswirkungen haben. Die schnelle und direkte Kommunikation mit den Projektleitern der vistona gmbh hilft bei diesen Änderungen um Zeit und Geld effektiv einsetzen zu können. Die Fragen ergeben sich dabei aus den klassischen Pfeilern des Projektmanagements:

Was ist die Nutzungsklasse des Gebäudes?

Mit dem Bauherrn zusammen wird erstmal geklärt wie die Anforderungen an die Nutzungsklasse des Gebäudes, im Speziellen die Teile des Gebäudes unter Terrain (Geländeoberkante) sind. Ein Technikraum oder z.B. ein Labor eines Medizinunternehmens hat dabei andere Anforderungen als eine Tiefgarage oder eine Abwasserreinigungsanlage. Die geologische Umgebung, Umweltfaktoren wie Wetterlage sowie die Risikobereitschaft des Kunden spielen eine wichtige Rolle. Wie in allen Bereichen ist hier auch in der Bauwerksabdichtung alles möglich. Vom Einsatz einer Abdichtung mit Quellschlauch oder Zementmörtel bis hin zu hochflexiblen Fugendichtbändern, dauerhaften Epoxyharzbeschichtungen oder einer zusätzlichen außenliegenden Frischbetonverbundfolie für sensible Bereiche ist alles möglich. Die vistona gmbh mit mehr als 20 Jahren Erfahrung empfiehlt immer genügend Reserven mit einzuplanen. Das ist auf die Nutzungsdauer des Gebäudes gesehen wesentlich günstiger für den Bauherren. Die Fachberater der vistona gmbh beraten Sie, stellen Varianten vor und gemeinsam mit Ihnen wird die passende Lösung für das Projekt gefunden.

Wie Dicht muss das Gebäude sein?

Sind Sie noch ganz dicht? Kein Scherz, diese Frage ist in der Bauwerksabdichtung für erdberührende Bauteile nicht ganz so trivial zu beantworten. In der WU-Richtlinie gibt es 2 verschiedene Nutzungsklassen für das System der Weißen Wanne. Die Fachberater der vistona gmbh sind mit der Unterscheidung in der Beratung für Sie da.

In der Nutzungsklasse A sind Feuchtstellen auf der luftseitigen Bauteiloberfläche als Folge von Wasserdurchtritt nicht zulässig. Dies ist für eine hochwertige Nutzung wie z.B. Wohnraum, erstklassigen Lagerraum, Technikräume oder auch Labore wichtig.
In der Nutzungsklasse B wird definiert, dass Feuchtstellen auf der luftseitigen Bauteiloberfläche als Folge von Wasserdurchtritt zulässig sind. Unzulässig sind jedoch solche Wasserdurchtritte, die zum Ablaufen oder Abtropfen von Wassertropfen oder zu Pfützen führen. Meist sind das z.B. Standardlagerräume.

Unabhängig von den Nutzungsklassen sind eventuell nötige Nachinjektionen der Weißen Wanne ein Teil des Systems, da es im Betonbauteil aufgrund seiner Eigenschaften auch zur Rissbildung kommen kann. Diese Nachinjektion ist vorab für die Nutzung zu planen und die Folgen sind ausreichend zu klären. Auch aus dieser Überlegung ist vielleicht eine Weiße Wanne ohne Zusatzmaßnahmen nicht immer die passende Lösung oder die Nutzung des Gebäudes ist anzupassen.

Wann soll das Projekt Dicht sein?

Wie lange ist die Bauzeit, wie groß ist das Gebäude und ab welchem Zeitpunkt wird es genutzt? Für die richtige Abdichtung ist bereits bei der Auswahl des Konzepts wichtig zu wissen, wie lange die Rohbauzeit beträgt und zu welchem Zeitpunkt die Nutzungsanforderungen eintreten. Sind z.B. Technikräume in den Untergeschossen geplant und werden die technischen Anlagen teilweise schon während der Rohbauphase installiert, so muss das Gebäude schon lange vor der Abnahme seine vollständige Dichtigkeit erreichen.

Sind andererseits z.B. Turnhallen oder Großprojekte im Auftrag, so sind die Teile der Konstruktion meist ein bis zwei Jahre im Rohzustand einfach kontrollierbar, bevor der Innenausbau startet. Wenn dann schon vor dem weiteren Ausbau drückendes Wasser am Bauwerk ansteht, bieten sich eventuell einfachere Lösungen mit etwaigen Nachdichtungsmaßnahmen an und sparen dem Bauherrn Kosten.

Sind Nachdichtungsmaßnahmen überhaupt möglich?

Die verschiedenen Planungsgrundsätze bei der Abdichtung für die erdberührenden Bauteile sind für eventuellen nachträglichen Maßnahmen wichtig. Während eine Flächenabdichtung entweder dicht ist oder nicht, bietet das System der Weißen Wanne immer die Möglichkeit den Beton nachträglich durch Rissinjektionen oder Versinterung abzudichten. Solche Nacharbeiten stellen keinen Mangel dar, sondern sind Teil des geplanten Konzeptes der Weißen Wanne. Essentiell für die mögliche fachgerechte Ausführung der Wartungsarbeiten ist die Zugänglichkeit der erdberührenden Bauteile. Sind auf Grund der Nutzung jedoch technische Anlagen, hochwertige Innendämmung mit Bodenheizung verbaut, oder der Zugang durch sonstige Einbauten nicht mehr oder nur mit extrem hohem Aufwand möglich, dann ist das Konzept der Weißen Wanne als Abdichtungslösung zu überdenken. Hier ist die Verwendung von einer Frischbetonverbundfolie als zusätzliche Maßnahme zur Weißen Wanne eine mögliche Lösung für sensible Bereiche. Dies ist entsprechend in der Planungsphase mit dem Bauherrn zu besprechen.

Wie wird die Dichtigkeit des Bauwerkes kontrolliert?

„Da hat es eh kein Grundwasser, oder es regnet hier kaum“ – mit solchen Einwänden versuchen manche Bauherrn in den ersten Gesprächen Aufwand und Kosten zu senken. Der Bauherr hat eine Verantwortung und eine Anforderung an sein Projekt und ohne geologisches Gutachten ist Wasser nie gänzlich auszuschließen. Ohne ein objektbezogenes Baugrundgutachten ist die Planung ein Lotteriespiel. So planen die Fachberater der vistona gmbh kostenorientiert ein Projekt, haben die passende Überwachung und fachgerechte Umsetzung und übergeben dem Kunden ein Projekt, welches noch nie Wasser gesehen hat. Wenn sich geologische Gegebenheiten ändern oder Sturm bzw. Starkregen erst später auftreten, kann die Wasserbeaufschlagung an das Gebäude auch erst nach mehreren Jahren auftreten. Nun hat man ein Untergeschoss im Endzustand, vielleicht mit gefüllten Lagern und Bewohnern und es tritt temporär Wasser ins Gebäude ein und alle schauen sich fragend an. Bei Flächenabdichtungen ist erfahrungsgemäß der Schaden immens. Grundsätzlich müssen Bauherrn in der D-A-CH Region immer von Wasser ausgehen. Das kann stehendes Grundwasser, temporäres Wasser (Jahreszeitbedingt) oder durch klimatische Einflüsse wie Überschwemmung, Schlagregen oder andere Witterungen sein.

Wesentlich einfacher ist die Planung wenn der Bauherr sagt: „Da hat es 5m drückendes Wasser, sobald wir die Wasserhaltung abstellen“. Mit solchen Anforderungen können die Fachleute der vistona gmbh deutlich leichter in die Planung bzw. Umsetzung gehen. Eine gute Planung für das Projekt, eine fachgerechte Umsetzung mit den Spezialisten der vistona gmbh  - so kann vor der Übergabe an den Bauherren das Gebäude unter voller Last kontrolliert und gegebenenfalls Maßnahmen zur weiteren  Abdichtung umgesetzt werden. So hat der Bauherr bei seiner Endnutzung ein dichtes Gebäude und wir von der vistona gmbh können ihm mit ruhigem Gewissen das Projekt übergeben. Dieser Ablauf wird von uns auch teilweise während der Bauphase simuliert, in dem wir die Drainage temporär verschließen und das Projekt fluten. Oder wir kontrollieren etwaige Reservoirkammern durch Probefüllung. 20 Jahre Erfahrung hilft bei vielen Situationen um die beste Lösung zu finden.

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